Lyriken von J. Uschube

 
 
GOLEM
 
Stein und Kotze
Leben aus der Retorte
Spricht nicht
Schläft nicht
Unermüdlich so wie
...ich
 


 
WELTEN VOLLER LEERE
 
Gelaber nur
wohin ich seh’
beredtes Schweigen
tut so weh
ich sage nur
http://
www
Olé! Oje!
 

 
GEH WEG!
 
Du fehlst mir wie der Lungenkrebs
Sieh mich bitte nicht so an
Wer leise schreit
der hat es schwer
Ich kann es nicht
Ich will nicht mehr
 

 
ACH UNFUG
 
Du sollst nicht ficken,
sollst nicht saufen,
sollst nicht gegen Wände laufen,
sollst nicht zuviel Bananen essen
und deine Omi nicht vergessen.
 

 
WARTEN AUF GUMBO
 
Ich warte und warte
und schäle ein Ei
und während ich warte,
fährt Gumbo vorbei.
In der Hand ein Glas
voll flüssiger Träume.
 

 
DER TRAUM VON EINEM KLAPPSTUHL AN EINEM FRÜHLINGSMORGEN
 
Durch leere Löcher schneit der Mond
und lächelt mich gar böse an
Hier habe ich ein Jahr gewohnt
Was bleibt, ist eine Hand voll Sand
 

 
DER BESUCH DES NASENBÄREN
 
Durch sieben Läden muß ich gehen
muß nächtelang an Theken stehen
muß sieben Biere sorglos trinken
und dann geknickt nach Hause hinken
Wo Bücklinge zum Himmel stinken
dort bist nur du!
 
 

(c) - Januar 1997 by J. Uschube/Edition TÄNZER

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